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EUDR 08. September 2026 · 4 Min Lesezeit

EUDR Geolokalisierung: Wie die EUDR Lösung von lawcode Geodaten automatisch prüft

Die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) verlangt von Unternehmen mehr als eine allgemeine Erklärung zur Herkunft ihrer Rohstoffe. Sie fordert exakte Geodaten, und zwar bis auf die einzelne Anbaufläche heruntergebrochen. Für viele Unternehmen ist genau das die größte operative Hürde bei der EUDR Umsetzung: Wie prüft man in komplexen Lieferketten Hunderte oder Tausende Geodatensätze zuverlässig, ohne sich in manueller Arbeit zu verlieren? In diesem Beitrag zeigen wir, wie unsere EUDR Software Geodaten automatisch importiert, prüft und dokumentiert.

Matthias Klein

Matthias Klein

ESG-Compliance Experte · lawcode GmbH

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EUDR Geolokalisierung: Wie die EUDR Lösung von lawcode Geodaten automatisch prüft
Inhaltsverzeichnis

Wichtige Fakten

Welche Geodaten-Formate unterstützt die EUDR Lösung von lawcode?
CSV, Excel, GeoJSON, Shapefile sowie direkte Schnittstellen zu Lieferantensystemen.
Wie werden importierte Geodaten automatisch geprüft?
Die Lösung validiert beim Import Koordinaten, prüft die Polygon-Vollständigkeit bei Flächen über 4 Hektar und kontrolliert Pflichtfelder – fehlerhafte Datensätze werden direkt zurückgemeldet.
Womit werden die EUDR-Geodaten auf Entwaldung abgeglichen?
Mit aktuellen Satelliten- und Entwaldungsdatenbanken, geprüft wird der Zustand der Fläche im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2020.
Wie werden die Prüfergebnisse dargestellt?
In einer interaktiven Kartenvisualisierung mit Risiko-Flagging, filterbar nach Lieferant, Warengruppe und Prüfstatus.
Wie wird die Prüfung dokumentiert?
Jede Prüfung wird inklusive Datengrundlage und Zeitstempel protokolliert und lässt sich für die Sorgfaltserklärung sowie für Behördenanfragen exportieren.

Kurzfassung für Entscheider

Kaum ein Teil der EUDR macht Unternehmen in der Praxis so viel Arbeit wie die Geolokalisierung. Für jede einzelne Anbaufläche müssen exakte, nachprüfbare Geodaten vorliegen. Genau das lässt sich ab einer gewissen Anzahl an Lieferanten kaum noch von Hand sauber erledigen. Die Fehlerquote steigt und der Aufwand ebenfalls. Die EUDR Software von lawcode übernimmt genau diesen Teil: Sie importiert die Geodaten, prüft das Format, gleicht die Flächen mit Entwaldungsdaten ab und wertet die Ergebnisse auf einer Karte aus. So liefert sie den Entwaldungsfreie Lieferkette Nachweis, den Unternehmen gegenüber Behörden erbringen müssen, nachvollziehbar und belegbar. Wer nicht frühzeitig auf eine EUDR Compliance Software setzt, riskiert Lücken in der Compliance oder verliert sich in manueller Arbeit.

Kurz zum rechtlichen Hintergrund: Für jede Anbaufläche braucht es entweder einen Geopunkt (bis 4 Hektar) oder ein vollständiges Polygon (bei größeren Flächen). Zusätzlich muss belegt werden, dass dort seit dem 31. Dezember 2020 keine Entwaldung stattgefunden hat. Alle weiteren Details dazu, etwa Anwendungsbereich, Fristen und betroffene Warengruppen, haben wir in unserem EUDR-Grundlagenartikel zusammengefasst.

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Konkrete Pflichten & Praxis-Schritte

Automatischer Import & Formatprüfung

Geodaten liegen in der Praxis selten einheitlich vor: Manche Lieferanten liefern GPS-Koordinaten als Excel-Liste, andere als CSV-Export aus einem Feldmanagement-System, wieder andere als GeoJSON oder Shapefile aus einem GIS-Tool. Eine besondere Rolle spielt das GeoJSON-Format: Das EU-Informationssystem für die Sorgfaltserklärungen nimmt Geolokalisierungsdaten in diesem Format entgegen. Die EUDR Lösung von lawcode nimmt all diese Formate direkt entgegen und prüft beim Import automatisch:

  • Ist die Geo-Koordinate valide (liegt sie im plausiblen Wertebereich, ist das Format korrekt)?
  • Liegt bei Flächen über 4 Hektar tatsächlich ein vollständiges, geschlossenes Polygon vor – oder nur ein einzelner Punkt, der nicht ausreicht?
  • Sind Pflichtfelder (Lieferant, Warenart, Erntezeitraum) vollständig?

Dieser Schritt bildet die Grundlage für die anschließende EUDR Plot-Verifizierung, bei der jede einzelne Anbaufläche gegen die EUDR-Anforderungen geprüft wird. Datensätze, die diese Prüfung nicht bestehen, werden nicht stillschweigend übernommen, sondern direkt mit einer Fehlermeldung an das zuständige Team zurückgespielt. So gehen nur EUDR-konforme Geodaten in die weitere Prüfung, und Lücken bleiben nicht bis zur Abgabe der Sorgfaltserklärung unentdeckt.

Abgleich mit Satelliten- und Entwaldungsdatenbanken

Im zweiten Schritt prüft das System, ob sich die Waldfläche seit dem 31. Dezember 2020 verändert hat. Dafür gleicht es die geprüften Geodaten automatisch mit aktuellen Satellitendaten und Entwaldungsdatenbanken ab. Das gilt für einzelne Geopunkte ebenso wie für vollständige EUDR-Polygone bei größeren Flächen. Jede Fläche erhält danach eine von drei Einstufungen: unauffällig, auffällig oder nicht eindeutig bestimmbar.

Wichtig dabei:

Es wird nicht nur das Ergebnis gespeichert, sondern auch, auf welcher Datengrundlage es zustande kam. Das ist besonders dann entscheidend, wenn Behörden später die Einhaltung der EUDR überprüfen. Denn dann reicht ein reines Ergebnis nicht aus, man muss auch zeigen können, wie man darauf gekommen ist.

Kartenvisualisierung & Risiko-Flagging

Die EUDR-Lösung von lawcode zeigt die geprüften Flächen direkt auf einer Karte statt in einer Ergebnisliste. Auffällige Flächen sind farblich markiert. So sehen Compliance-Teams sofort, welche wenigen Fälle kritisch sind, und müssen sich nicht durch hunderte unauffällige Datensätze klicken. Die Ansicht lässt sich zusätzlich nach Lieferant, Warengruppe oder Prüfstatus filtern. Das hilft vor allem dann, wenn mehrere auffällige Flächen auf denselben Lieferanten zurückgehen und Sie dort gezielt nachfragen wollen.

Praxisbeispiel: Ein mittelständischer Kaffee-Importeur bezieht Rohware von 50 Anbauflächen verschiedener Lieferanten, teils als Excel-Liste, teils als GPS-Export. Ohne EUDR Tool für die Geolokalisierung mussten alle Koordinaten von Hand in einen Kartendienst eingetragen und einzeln mit öffentlichen Entwaldungsdaten verglichen werden. Das hat pro Prüfzyklus drei bis vier Arbeitstage gekostet, und bei so viel manueller Tipparbeit schlichen sich immer wieder Fehler ein. Mit der EUDR Lösung von lawcode läuft das heute anders: Alle 50 Datensätze werden in wenigen Minuten importiert, automatisch auf Formatfehler geprüft und mit der Entwaldungsdatenbank abgeglichen. Drei Flächen fallen dabei als auffällig auf und werden priorisiert in der Kartenansicht angezeigt. Das Compliance-Team kann sich also direkt um diese drei Fälle kümmern, während der Rest ganz von selbst durchläuft.

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Sonderfälle, Stolpersteine & Ausnahmen

Kleinere Lieferanten ohne digitale Geodaten: Nicht jeder vorgelagerte Lieferant verfügt über digitalisierte Koordinaten. Hier empfiehlt sich ein strukturierter Erfassungsprozess (z. B. per App vor Ort), der die Daten direkt in einem kompatiblen Format liefert.

Polygon- vs. Punktangabe bei Mischflächen: Bewirtschaftet ein Lieferant mehrere kleinere Parzellen, die in Summe über 4 Hektar liegen, ist zu prüfen, ob die einzelnen Flächen separat unter der Schwelle bleiben oder als zusammenhängende Fläche gelten. Das stellt ein häufiger Grenzfall dar, der in der Praxis genau dokumentiert werden sollte.

Aktualität der Entwaldungsdaten: Satellitendatenbanken bilden Veränderungen nicht in Echtzeit ab. Eine einmalige Prüfung bei der Erstlieferung reicht deshalb nicht aus. Sinnvoller ist ein fester Prüfrhythmus, den Sie intern dokumentieren.

Grenzüberschreitende Lieferketten: Jedes Land hat sein eigenes Katastersystem. Liefern Ihre Lieferanten aus mehreren Ländern, kommen die Geodaten deshalb oft in unterschiedlichen Formaten an. Eine flexible Importlogik verarbeitet diese Formate direkt und spart Ihnen viele Rückfragen bei den Lieferanten.

Fazit & Lösungsansatz

Die Geolokalisierungspflicht der EUDR lässt sich nicht wegdiskutieren. Sie ist fester Bestandteil der Verordnung und betrifft jedes Unternehmen, das relevante Rohstoffe in Verkehr bringt. Manuell ist sie ab einer gewissen Lieferantenzahl kaum noch sauber zu bewältigen. Die EUDR Lösung von lawcode macht die Prüfung nicht nur handhabbar, sondern auch belastbar dokumentiert, und zwar von der Formatprüfung beim Import über den Abgleich mit Entwaldungsdaten bis zur übersichtlichen Kartenvisualisierung. Ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer vollständigen EUDR Umsetzung. Wer sehen möchte, wie das in der eigenen Lieferkette aussieht, kann sich unverbindlich eine Demo zeigen lassen.

Häufige Fragen

Unter anderem CSV, Excel, GeoJSON und Shapefiles sowie direkte Schnittstellen zu Lieferantensystemen.

Ab einer Anbaufläche von mehr als 4 Hektar verlangt die EUDR ein vollständiges Polygon statt eines einzelnen Geopunkts.

Bei jeder neuen Lieferung bzw. bei Änderungen in der Lieferkette sollten die hinterlegten Geodaten erneut geprüft werden, da sich Entwaldungsstatus und Lieferantenbeziehungen ändern können.

Unternehmen sollten in diesem Fall einen strukturierten Erfassungsprozess etablieren, etwa über mobile Erfassungstools vor Ort, um die relevanten Daten nachträglich in ein kompatibles Format zu bringen.

Satellitendatenbanken bieten eine solide, aber nicht in Echtzeit aktualisierte Grundlage. Ein regelmäßiger Prüfrhythmus ist daher sinnvoller als eine einmalige Prüfung.

Nein. Die automatisierte Geodaten-Prüfung ist ein zentraler operativer Baustein der Sorgfaltspflicht, ersetzt aber nicht die Gesamtverantwortung des Unternehmens für eine vollständige und korrekte Sorgfaltserklärung.

Matthias Klein

Matthias Klein

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ESG-Compliance Experte · lawcode GmbH

Matthias Klein berät Unternehmen bei der Umsetzung von Supply Chain Gesetzen wie der CSDDD und begleitet die Implementierung digitaler Lösungen für rechtssichere Lieferketten. Seine Fachbeiträge auf dem lawcode Blog verbinden regulatorische Tiefe mit praxisnahen Handlungsempfehlungen.

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